Mit ‘Eckkneipe’ getaggte Beiträge

Hauptmann von Köpenick

Veröffentlicht: März 24, 2014 von eckenonkel in Köpenick
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Hauptmann_Koepenick

Direkt an der S-Bahn Köpenick und auf halbem Weg zur Alten Försterei gelegen ist der Hauptmann einer der Treffpunkte für Union-Fans vor und nach dem Heimspiel. Zu diesen Terminen ist die Kneipe brechend voll, auf den Bildschirmen laufen die Zusammenfassungen der Spiele und die Stimmung ist … nun ja, wie das Tagesergebnis eben. An anderen Tagen kommt der Hauptmann über den Status einer durchschnittlichen Eckkneipe nicht hinaus, punktet aber nach wir vor mit seiner zentralen Lage und der Tatsache, dass er allein auf weiter Flur ist. Alles in allem also ein Laden für den Fußballsamstag, für den ruhigen Skatabend fährt man am besten in die Köpenicker Altstadt.

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Goldener Adler

Veröffentlicht: Februar 28, 2014 von eckenonkel in Reinickendorf
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Goldener-Adler_Reinickendorf

Die Eckkneipe als Männerdomäne – mit dieser weitverbreiteten Sicht räumt der Goldene Adler in der Schillingstr. 26 (im Übrigen zu Recht) gründlich auf. Bereits beim Eintreten wurden wir von zwei Damen mittleren Alters, die es sich am Tresen gemütlich gemacht haben, recht derbe empfangen. Die Wirtin – nicht unfreundlich aber gleichermaßen unprätentiös – rundete das Trio ab. Den Herrn am Tresen, der als einziger weiterer Gast in der Rolle des Statisten anwesend war, kann man in dieser Konstellation nur als Quotenmann bezeichnen.

Während der Goldene Adler ansonsten eine mittelmäßige Kneipe ist, die von deutlich interessanteren und gemütlicheren Etablissements im Goldgräberbezirk Reinickendorf umgeben ist, so war uns die Erfahrung der Eckkneipe als praktisch reiner Frauendomäne neu. Allein dies lohnt einen Besuch, wenngleich dieser vermutlich nur von kurzer Dauer sein wird, da ein privates Gespräch in dieser Konstellation praktisch nicht möglich war. Alles in allem: interessant, aber für ein gepflegtes Bier in Ruhe und Frieden unbrauchbar.

Café Prenzlau

Veröffentlicht: Februar 24, 2014 von eckenonkel in Prenzlauer Berg
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Cafe-Prenzlau_Prenzlauer-Berg

Das Café Prenzlau ist eine Kneipe vom alten Schlag. So, wie man sie sich als Zentrum geselligen Lebens vorstellt. Die Räumlichkeiten sind groß, sogar so groß, dass man hier Familien- und ähnliche Feiern abhalten kann. Und das kann man sogar, genau genommen wird damit auch nicht nur geworben, sondern man glaubt der Pinte im Gegensatz zu vielen anderen sogar, dass hier ab und an gefeiert wird. (mehr …)

Kaputter Heinrich

Veröffentlicht: Oktober 10, 2013 von eckenkneipier in Kritik und Rezensionen, Moabit
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Zum-kaputten-Heinrich_Moabit

Jedem wahren Freund der Eckkneipe sei dieses großzügige „Berliner Traditionsgasthaus“ wie es sich selber nennt wärmstens empfohlen. Schon von Weitem kann man das herrschaftliche Haus an der – zugegeben etwas zu stark befahrenen – Kreuzung ausmachen. Ganz unten, an der Ecke natürlich, befindet sich dann diese großzügige Kneipe, die dem geneigten Gast nicht nur frisch gezapftes Schultheiss bietet, sondern auch eine Vielzahl an warmen und kalten Speisen.

Die Bulette sowie Currywurst können wir dabei uneingeschränkt empfehlen, für weitere kulinarische Entdeckungen blieb leider keine Zeit. Das kann aber hoffentlich bald bei einem erneuten Besuch vorzugsweis während eines torreichen Hertha-Spiels nachgeholt werden: denn laut Ankündigung wird dann pro Hertha-Tor ein 0,2-Bier von der Wirtschaft ausgegeben. Eine Kundenbindungsmaßnahme die bekanntermaßen wirkt – auch bei uns. Von daher auf bald zu einem Herthanerschen Torreigen im kaputten Heinrich!

Bülow-Kneipe

Veröffentlicht: Oktober 3, 2013 von eckenonkel in Schöneberg
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Buelow-Kneipe_Charlottenburg.DNG-4

Vorab: wir wollen niemanden verleumden, sondern sind rein im Auftrag der Aufklärung unterwegs. Und in diesem Sinne sei gesagt, dass das Etablissement in der Bülowstraße mit dem auffallend unauffälligen Namen ‚Bülow-Kneipe‘ wirkt wie ein Treffpunkt für entweder Geheimagenten oder Großkriminelle (oder beides). Bemerkenswert geheim wirkende Herren mittleren Alters sitzen hinter ihren Zeitungen und irgendwie erinnert der Laden subtil an einen Strip Club. Alles höchst verdächtig, gerade in der Nähe der berüchtigten Kurfürstenstraße und ganz egal was dahinter steckt (nur der Klarheit halber: mit Sicherheit rein gar nichts) regt die Bülow-Kneipe die Phantasie an. Wer von alldem nichts wissen will, dem bleibt eine solide Eckkneipe mit bestenfalls durchschnittlichem Bier, aber in der für Schöneberger Kneipen typischen Insellage, d.h. drumherum gibt es weit und breit keine andere ordentliche Pinte. Zumindest diese Tatsache macht die Bülow-Kneipe zu einem willkommenen Ziel, auch für phantasielose Eckkneipengänger. Wir wünschen viel Spaß beim Besuch und bitten um einen herzlichen Gruß an die Schlapphüte aus der Bülowstraße!

Schnick Schnack

Veröffentlicht: Oktober 3, 2013 von eckenonkel in Prenzlauer Berg
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Schnickschnack_Prenzlauer-Berg

Sagen wir’s mal so: zur Feier eines runden Geburtstags mit Freunden und Verwandten eignet sich das Schnick Schnack in der Stargarder Straße nur bedingt. Das liegt nicht etwa daran, dass es nicht gemütlich dort ist, im Gegenteil, es ist so gemütlich, dass man sich bereits mit fünf Gästen praktisch gegenseitig auf dem Schoß sitzt. Raummangel im Prenzlauer Berg ist hier mehr als nur graue Theorie. Dies erhöht die Gemütlichkeit, die Stimmung ist in dem gutbesuchten Laden gut und auch das Schultheiss kommt gut gezapft daher. Insgesamt lohnt sich ein kleiner Abstecher für ein Feierabendbierchen in dieses Etablissement durchaus und wem’s zu eng und zu verraucht wird, der kann sich kurz auf dem Flur zum stillen Örtchen erholen, der ist nämlich mindestens genauso groß wie der Schankraum selbst. Alles in allem ergeht also eine Besuchsempfehlung, allein schon für eine kleine soziologische Studie, wie Kneipenleben auf engstem Raum harmonisch funktionieren kann.

Katzler-Stübchen – bei Kerstin

Veröffentlicht: Oktober 3, 2013 von eckenonkel in Schöneberg
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Katzler-Stuebchen_Kreuzberg

Nur wenige Meter neben der S-Bahnstation Yorckstraße gelegen ist das Katzler-Stübchen eine nette wenngleich zweitrangige Alternative zum ‚Umsteiger‘, der ebenfalls direkt an der Haltestelle seine Pforten öffnet. Nicht ganz so lebendig und herzlich wie der Umsteiger ist das Katzler-Stübchen dennoch eine Kneipe vom alten Schlage, die Tradition und Gemütlichkeit ausstrahlt. Die Wirtin, vermutlich Kerstin, ist nett, das Berliner Kindl ganz lecker und man fühlt sich durchaus wohl. Das ist auch gut so, denn das Stübchen ist quasi die letzte Station vor der Schöneberger Kneipenödnis, will heißen: weiter nach Südwesten hinaus dünnen sich die Eckkneipen spürbar aus. Umso mehr ein Grund, diesem letzten Brückenkopf durch einen Besuch den Rücken zu stärken.

Nordring

Veröffentlicht: September 24, 2013 von eckenonkel in Prenzlauer Berg
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Der Nordring ist ein weiterer Überlebenskünstler im Prenzlauer Berg. Eingezwängt zwischen Szene-Pizzerien und vietnamesischen Garküchen wirkt die Kneipe an der Ecke Stargarder Straße/Greifenhagener Straße wie ein Relikt aus alten Arbeiterviertelzeiten, das sich tapfer gegen die fortschreitende Gentrifizierung stemmt. Innen recht gemütlich ausgestattet überzeugt die Kneipe vor allem durch eine Jukebox, deren durchgängig mit hoher Lautstärke abgespielten Gassenhauer den ein oder anderen Gast gelegentlich zum spontanen Mitsingen animieren. In der gut besuchten Kneipe herrscht eine gelassene Fröhlichkeit, das Wirtehepaar ist zuvorkommend und das Berliner Pilsener vom Fass kommt erfrischend daher. Infrastrukturell sehr gut an der S- und U-Bahn Schönhauser Allee gelegen bietet der Nordring nicht nur denjenigen, die dem Prenzlauer Treiben für einen Moment entfliehen möchten eine jutefreie Herberge, sondern ist auch für in anderen Bezirken ansässige Freunde der Eckkneipenkultur eine Anreise wert.

Bea’s Stübchen (nunmehr Wunderbar)

Veröffentlicht: September 21, 2013 von eckenonkel in Neukölln
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Beas-Stuebchen_Neukoelln

Bea’s Stübchen in der Herthastraße in Neukölln hieß unserer Recherche nach einmal Oettinger Stübchen und eigentlich war dieser Name auch passender – es gibt jedenfalls neben dem deutlich erfreulicheren Schultheiss aus der Flasche nach wie vor Oettinger aus selbiger und von der uns unbekannten Bea ist keine Spur zu sehen. Es mag sich hierbei um die bemerkenswert ehrgeizig gegen sich selbst antretende Dame am Dartautomaten handeln, doch dies bleibt Spekulation. Der wortkarge Wirt reicht (sowohl dem Westbayern als auch dem Berliner nicht unähnlich und damit seine Herkunft gekonnt verschweigend) ohne eine Miene zu verziehen oder ein Wort zu verlieren das gewünschte Kaltgetränk und auch sonst sind Unterhaltungen in diesem kleinen und an sich nicht ungemütlichen Laden Mangelware. Man kann von Unterhaltungsmusik in öffentlichen Räumen halten was man will, aber die Stille in Bea’s Stübchen macht ein privates Gespräch zu einem Akt der Allgemeinunterhaltung und in Ermangelung entsprechender Fähigkeiten erfreut man sich eher schweigsam seines Getränks. Und so bleibt Bea’s Stübchen auf seine Weise einzigartig, dem Freund des lebendigen Kneipenlebens sei aber nach kurzem Verweil die Weiterreise in eine der anderen, lebendigeren Neuköllner Etablissements angeraten.

Oldies Bierhaus

Veröffentlicht: September 21, 2013 von eckenonkel in Neukölln
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Oldies-Bierhaus_Neukollen

Wer auch immer Oldie ist, dem namensgebenden alten Mann oder der alten Frau sei Dank! Oldies Bierhaus ist eine gemütliche und lebendige Kneipe am Rande von Britz, genau genommen am Britzer Damm 51. Nicht ganz leicht zu erreichen (am besten über die U7 Grenzallee oder Blaschkoallee) kann man sich bereits auf dem Spaziergang dorthin auf ein Gasthaus der familiären Art freuen, das gut besucht ist, in dem eine sehr freundliche Besitzerin leckeres Essen und feines Schultheiss bringt und in dem man sich direkt gut aufgehoben fühlt. Die Kneipe ist liebevoll dekoriert, hat offensichtlich eine lange Tradition und, ganz unüblich, sogar eine eigene Website, die (etwas) mehr Informationen bietet: www.oldies-bierhaus.de. Alles in allem hält also auch das Neukölln außerhalb des S-Bahnrings das, was der innerstädtische Teil bereits vielfach unter Beweis gestellt hat: eine Eckkneipenkultur, von der sich andere Stadtteile mitunter, mit Verlaub, eine Scheibe abschneiden können.