Mit ‘Friedrichshain’ getaggte Beiträge

Alte Zeiten in Friedrichshain

Veröffentlicht: August 29, 2013 von eckenonkel in Friedrichshain
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Du suchst nicht nur eine Eckkneipe, nein, es soll ein Eckwohnzimmer sein, und zwar eines mit Kneipenatmosphäre… dann ist hier unser Geheimtipp für Dich: das ‚Alte Zeiten in Friedrichshain‘ in der Pettenkofer Straße! Im Angesicht dieser Kneipe fühlt sich die vielbesungene Gnade der späten Geburt an wie reiner Hohn – wenn die alten Zeiten in Friedrichshain durch diese Kneipe nur annähernd beschrieben werden, dann müssen unsere Vorfahren glückliche Menschen gewesen sein. Eine gemütliche Sitzecke, viele nette Details aus besagten alten Zeiten (Bücher, Schallplatten, Plaketten, selbst die Tapete), frisches Berliner Pilsener und ein lebendiges Publikum vermitteln Gemütlichkeit und Dynamik gleichermaßen. Zu besonderen Anlässen kann man hier vorzüglich Fußball schauen, doch auch ohne Anlass lässt sich im Alte Zeiten wunderbar ein philosophischer Abend verbringen, bei dem sich die Frage, ob früher wirklich alles besser war (und wann eigentlich die alten Zeiten stattgefunden haben), regelrecht aufdrängt. Gentrifizierung hin oder her – das Alte Zeiten ist eine lebendige Erinnerung daran, dass die Eckkneipe in jedem Kiez eine wichtige Rolle für Integration, Austausch und Gemeinsamkeit spielen kann – und sollte.

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Bier-Bar

Veröffentlicht: Juli 16, 2013 von eckkneipier in Friedrichshain
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Bierbar in Friedrichshain

So unauffällig schmiegt sich die Bier-Bar in die umliegenden Häuser, dass man sie sehr leicht übersehen kann. Und vielleicht ist genau das der Grund warum sie als eine der wenigen Eckkneipen in dieser Gegend bisher noch überleben konnte. Auch wir hätten sie fast übersehen – bzw. haben das trotz mehrmaligen Vorbeifahrens viel zu oft gemacht. (mehr …)

Update – RIP: Irrenhaus – nun Krass Böser Wolf

Veröffentlicht: März 8, 2013 von eckenonkel in Friedrichshain
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Update: Nun ist es also wirklich und tatsächlich vorbei mit dem Irrenhaus und seinen letzten Resten von Eckkneipen-Flair. Als „Krass Böser Wolf“ reiht sich die Kneipe nun in die Reigen der Hipster-Kneipen ein und profitiert von der unmittelbaren Nähe zur wilden Renate etc. Interessierte seien auf deren Facebook-Seite verwiesen – alle anderen gehen z.B. in die Sportsklause in der Bossestr…

Eckkneipen, die eigene Websites haben, sind suspekt – alte Eckkneipengängerregel. Und so sollte die Tatsache, dass das „Irrenhaus“ in Friedrichshain über einen solchen Auftritt verfügt (http://www.irrenhaus-berlin.de/), als Warnung verstanden werden. Denn tatsächlich kann das Irrenhaus zwar in gewisser Weise als Eckkneipe gelten, und das nicht nur, weil es an einer Ecke liegt, doch handelt es sich hier mehr um eine ‚Vorglühkneipe‘ für Partygänger und sonstige Ausgehende. Allein das bayerische Flaschenbier, welches hier ausgeschenkt wird, bricht mit jeglicher Berliner Eckkneipentradition. Und doch: irgendwie hat der Laden einen Charme, der einer Eckkneipe ähnlich ist und ist darüber hinaus eines der wenigen Etablissements seiner Art in dieser Gegend. Kurzum: kann man machen, aber wer auf der Suche nach einer echten Berliner Eckkneipe ist, der sollte andernorts sein Glück suchen. Auf das Eldorado in Neukölln haben wir ja an anderer Stelle bereits verwiesen.

Adresse: Markgrafendamm 36, 10245 Berlin

Zum Igel

Veröffentlicht: Februar 4, 2013 von eckenonkel in Friedrichshain
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Womit kann eine Eckkneipe dieser Tage noch überraschen? Um eines vorab klarzustellen: der Igel in Friedrichshain überzeugt in allen klassischen Kriterien wie Gemütlichkeit, Freundlichkeit, Bierpreis und Anbindung. Und er vermag tatsächlich zu überraschen. Und zwar durch ein überdimensionales Aquarium, in dem einige Bewohner mehr Dekaden überdauert zu haben scheinen als der durchschnittliche Besucher der Lokals. Ein Phänomen. Und, ungleich im Hinblick auf die Letztgenannten stellt man sich – je länger der Abend und mit je länger man in die künstliche aquatische Welt blickt – die Frage: wer schaut hier eigentlich wen an? Und irgendwie wünscht man sich dann bei dieser Erkenntnis doch den Igel herbei, dessen Scheu den Besucher weniger irritieren würde und der qua Anwesenheit auch der Namensgebung des Lokals ihre Berechtigung verleihen würde.