Mit ‘Schulle’ getaggte Beiträge

Präpel-Eck

Veröffentlicht: August 17, 2013 von eckenonkel in Wedding
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Praepel-Eck_Wedding

In einem englischsprachigen Reiseführer für Individualtouristen gibt es eine Redewendung, die durch die Blume signalisieren soll, dass es an bestimmten Orten schnell einmal ungemütlich werden kann. „This place ain’t for the faint-hearted“ findet üblicherweise in Bezug auf Orte wie Somalia, den Südsudan und den Kongo Anwendung. Sollte das Präpel-Eck allerdings einmal in einem Reiseführer für Individualtouristen Erwähnung finden, so sollte eine ähnliche Warnung an Zartbesaitete jedenfalls aufgenommen werden.

Um es kurz zu machen: das Präpel-Eck an der Ecke Prinzenallee/Osloer Straße ist der sprichwörtliche Seelenverkäufer im Wedding. Der durchschnittliche Promillegrad der zahlreichen Besucher dürfte im mittleren einstelligen (ganzzahligen) Bereich liegen. Die Stimmung ist lebendig, es wird getrunken, sich unterhalten, am Automaten gespielt und allein weltversunken, zu zweit oder zu mehreren getanzt. Aus dieser Dynamik kann buchstäblich aus dem Nichts und ohne Ankündigung alles entstehen, von umarmenden Freundschaftsbekenntnissen unter Fremden bis zu handfesten Auseinandersetzungen. Uns hat die deutliche Reaktion eines Gastes auf einen kleineren am Automaten verlorenen Geldbetrag ebensoviel Respekt eingeflößt wie die offensichtlich lodernde Wut der über längere Zeit mit geballten Fäusten vor sich hinschimpfenden Person vor der Kneipentür.

Um sprachlichen Irrtümern, denen wir selbst aufgesessen sind, vorzubeugen: Präpeln beschreibt als umgangssprachliches Verb zwar den Prozess der Nahrungsaufnahme, ist in diesem Sinne allerdings als Name der Kneipe irreführend. Nicht nur, dass es nichts zu essen gibt, allein die Vorstellung eines in diesem bierbeseelten Durcheinander verorteten Prozesses der Nahrungszubereitung sprengt die Grenzen der Vorstellungskraft. Alles in allem lässt sich sagen: beim Präpel-Eck handelt es sich um eine Eckkneipe der unprätentiösen und rauen Art, die dem geneigten Besucher Mut, Abenteuerlust und ein Faible für den Hauch des Unerwarteten abverlangt.

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Daggi’s Einflug 1

Veröffentlicht: Juni 20, 2013 von eckenonkel in Reinickendorf
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Daggis Einflug

Daggis Einflug

Zugegeben: man muss etwas weiter reisen, um hierher zu kommen. Aber ein Ausflug zu Daggi’s Einflug lohnt sich. Freundlich begrüßt tritt man in diese Eckkneipe der anderen Art ein und fühlt sich wie Thomas Gottschalk und Mike Krüger in „Die Einsteiger“: nämlich erstmal völlig überrascht vom Geschehen. Etwas Strandbarflair gepaart mit viel Eckkneipenflair führen in der Mischung zu deutlich mehr Lebendigkeit, als man dies vom sonst mitunter etwas schweigsamen Eckkneipengänger gewohnt ist. Den nun Besorgten sei gesagt: es gibt keine Grund zur Sorge. Nach einem kurzen Überraschungsmoment hat man sich mit der ungewohnt lauten Musik angefreundet und eigentlich ist alles wie immer. Die Cocktailbar an der Seite irritiert nur kurz, denn insgesamt handelt es sich um eine Eckkneipe mit gewohnt gutem Schultheissbier und einer netten Wirtin. Gut, die eigene Homepage (http://daggis-einflug.npage.de/) ist unüblich, kann jedoch als vorbereitende Lektüre empfohlen werden. Und dann bleibt noch die Frage: was wird eigentlich aus Daggi’s Einflug nach dem Ende von Tegel? Unser Vorschlag: Daggis Ausflug. Zum Beispiel zum Frühschoppen. Hier hilft die Karte auf der Homepage schon jetzt zur Ausflugsplanung.

Schultheiss am Olympia-Stadion

Veröffentlicht: Februar 3, 2013 von eckenonkel in Spandau
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Am_Olympiastadion_Spandau

Ohne große Worte: DER Nahversorger am Stadion. Ein Muss bei jedem Heimspiel, wenngleich dieser Überzeugung bei dieser Gelegenheit auch die anderen 20.ooo-plus Stadiongäste aus naheliegenden Gründen sind. Kurz: der Laden hat das Potential zur schönen Eckpinte, ist aber für für alle außer dem Stadionhausmeister an normalen Abenden zu weit ab vom Schuss und an Spieltagen schlichtweg zu voll. Es bleibt beim Anlassnahversorger.